Gehörlose Menschen und Demenz

Über die Situation von gehörlosen Menschen mit Demenz liegen bislang nur wenig gesicherte Erkenntnisse vor. Studien geben jedoch Hinweise auf eine defizitäre Versorgung. Im Workshop "Gehörlose Menschen und Demenz" wurden Bedarfe und Forderungen zur Verbesserung der Versorgungssituation erarbeitet. weiterlesen

Die gängigen Diagnoseverfahren, die bei hörenden Menschen angewendet werden, basieren auf der deutschen Laut- und Schriftsprache und sind von daher für gebärdensprachlich kommunizierende Menschen weitgehend ungeeignet.
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Eine Diagnosestellung durch Fachleute, welche die Situation gehörloser Menschen gut kennen, ist derzeit in Deutschland nur in zwei Fachkliniken in Lengerich bzw. Erlangen möglich. Wenn Sie einen gehörlosen Menschen beraten bzw. behandeln, bei dem der Verdacht auf Demenz besteht, stehen diese zur weiteren Klärung zur Verfügung.

Bei der Planung weiterer Schritte können Sie die Kompetenzzentren für gehörlose Menschen im Alter (NRW und Sachsen) oder die Sozialberatungsstellen für gehörlose Menschen unterstützen.
Für gehörlose Menschen gibt es einige Einrichtungen wie ambulante Pflegedienste und Pflegeheime, die sich auf ihre besonderen Bedürfnisse im Alter eingerichtet haben. Einige davon haben spezifische Angebote für gehörlose Menschen mit Demenz. Adressen der Sozialberatungsstellen und Einrichtungen für gehörlose Menschen finden Sie in der GIA-Datenbank.

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