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Fallseminar für Ärzte

Seminar "Bedeutung sensorischer Einschränkungen am Beispiel der Gehörlosigkeit für die Palliativbetreuung"

Das Netzwerk Palliativmedizin Essen bietet seit einigen Jahren ein Fallseminar für Ärzte an. Dieses wird über die Ärztekammer Nordrhein ausgeschrieben und umfasst 120 Unterrichtsstunden. Mit diesem Aufbau-Seminar erlangen die Teilnehmer die Zusatzbezeichnung "Palliativmedizin" und dürfen dann entsprechend palliativmedizinisch tätig werden.

Das GIA Kompetenzzentrum Essen beteiligte sich mit zwei Unterrichtseinheiten am Fallseminar Modul 1, und zwar am Fr, 20.02.2015.

Ziel des Seminars war es, die Teilnehmer für die kommunikativen und kulturellen Bedürfnisse gehörloser Menschen (im Alter) sowie im Kontext Demenz zu sensibilisieren. Die Teilnehmer lernten, wie eine kultursensible Begleitung gehörloser Menschen im palliativen Kontext möglich ist.

Die Inhalte des Seminars:

  • Abgrenzung der verschiedenen Hörschädigungen
  • Bedeutung des Hörens und des Hörverlusts
  • und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Kommunikation
  • Kommunikationsformen von gehörlosen Menschen
  • Besonderheiten bei gehörlosen älteren Menschen
  • Gehörlosenkultur
  • Aspekte für eine gelingende Kommunikation mit gehörlosen Menschen
  • Erschwerende Faktoren im Gespräch
  • Konsequenzen für den Arbeitsalltag
  • Mögliche Hilfen / Ansprechpartner (wie z.B. GIA Kompetenzzentrum Essen)
  • Praktische Übungen zu Körpersprache / Kommunikation ohne Lautsprache

Im Seminar wurde ein hoher Informationsbedarf zu diesem Thema deutlich - denn viele Ärzte hatten bereits Kontakt mit gehörlosen Patienten, der mehr oder weniger erfolgreich verlief. Die aufbereiteten Informationen, die Demonstration in Gebärdensprache sowie die praktischen Übungen hinterließen bei den Teilnehmern einen bleibenden Eindruck. Zusätzlich erhielten die Teilnehmer ein Handout und umfangreiche Informations-Materialien.

Mit diesem "Handwerkszeug" fühlten sich die Teilnehmer nach dem Seminar nun besser vorbereitet, um künftige Begegnungen mit gehörlosen Menschen kultursensibel zu gestalten.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Fr. Dr. Kloke für die Einladung, an diesem Seminar mitwirken zu dürfen!

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